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30 Jahre SG Stahl Nord

Liebe Vereinsmitglieder, Partner und Freunde der Sportgemeinschaft Stahl.

30 Jahre Stahl Nord, wie die Jahre doch vergingen

Gründung 1982Lassen wir deshalb noch einmal kurz Revue passieren, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. An einem wunderbaren „Altweibersommertag“ am 25. September 1982 erfolgte die Grün-dung der BSG (Betriebssportgemeins.) Stahl Magdeburg Nord. Mit 25 Mitglieder begann der Sport bei Stahl zu pulsieren. Ende 1982 waren es bereits 110 Mitglieder in den 3 Sektionen Federball, Ringen und Volleyball sowie 5 Allgemeine Freizeitsportgruppen.

Dietrich Kegel, Klaus Skalla und Manfred Klinge waren die „Geistigen Schöpfer“, die Geburtshelfer einer erfolgreichen Entwicklung des Sports bei Stahl.

Kegelobjekt 19851985 wurde der Sportgemeinschaft ein wunderbares Vereins- und Kegelobjekt am August- Bebel-Damm durch den damaligen Trägerbetrieb VEB Stahlgießerei / Rothensee übertragen, Herzstück waren die modernen 4 – Asphalt Kegelbahnen. Hier sollte und muss Herbert Hornauer Dank und Anerkennung finden, als Verantwortlicher Bauleiter, im Auftrag des Betriebsdirektor Siegfried Scheerschmidt. Seit 1985 war und ist die Firma Ahlborn Kegel- und Bowlingbahnbau GmbH Leipzig ein zu-verlässiger Partner in den Bereichen Service, Demontage- und Montagearbeiten, vor allem in den Mitarbeitern Helmut Menzel und Gisbert Brand.

Auch daran sollte erinnert werden:

  • Pferdesport / Reittouristik im Herrenkrug
  • Verantwortlich für das Trainingszentrum Volleyball, weil der Universitätssportverein, warum auch immer, das Trainingszentrum abgab
  • Rettung des Wasserballsports in Magdeburg, die heutige WUM - Wasserballunion Magdeburg wäre ertrunken, verursacht durch Unstimmigkeiten zwischen der SG Dynamo und Aufbau Börde Magdeburg.

Stahl Nord Wappen739 Mitglieder in 3 Sektionen und 13 Freizeitsportgruppen war unsere erfolgreiche Bilanz unmittelbar vor der politischen Wendezeit.

Mit der politischen Wende, dem Beitritt der damaligen DDR zur BRD am 3. Oktober 1990, begann auch für uns ein völlig neuer Abschnitt bei der Organisierung und Durchführung des Sports. Die Bürokratie überrollte uns, Satzung, Eintragung in das Vereinsregister, Registrierung beim LandesSportBund, Antragstellungen auf Fördergelder und der Kampf um den Erhalt des Vereins- und Kegelobjektes, um nur wenige der neuen Anforderungen zu nennen.

Man kann sagen, es ging alles nahtlos auf dem Gebiet des Sports, Stillstand war nicht anzu-treffen. Anerkennung gilt unseren Sportkameraden bei der Bewältigung und Lösung solcher Aufgaben nach der Wendezeit

  • Juli 1996 Wegrationalisierung unseres Vereins- und Kegelobjektes am August-Bebel-Damm
  • August 1996 Besitznahme der Vereins- und Kegelobjektes im Gelände der Magdeburger Hafen GmbH
  • August 2002 Jahrhunderthochwasser
  • Januar 2003 Winterhochwasser
  • April 2004 Frühjahrshochwasser
  • Im Zeitraum August 1996 bis August 2007 waren 9 weitere Wasserschäden im Vereins- und Kegelobjekt zu meistern
  • September 2007 Beginn der Sanierungsarbeiten Turnhalle Milchweg, Einbau der Kegelbahn einschließlich Sozial-, Wirtschafts- und Geschäftsräume.
  • 05. Januar 2008 offizielle Inbetriebnahme des Vereins- und Kegelobjektes Milchweg 45
  • 2008 bis 2012 Fortführung von Sanierungsarbeiten am und im Vereins- und Kegelobjekt

Die Abteilungen Kegeln, Rhönrad Turnen, Badminton, Fußball, Volleyball und Tischtennis erreichten in Einzel- und Mannschaftswettbewerbe solide Ergebnisse. Unsere erfolgreichste Teilnehmerin an überregionalen Meisterschaften war Susi Spiegel aus der Abteilung Badminton. Ab 1991 errang Susi 51 Medaillen bei Deutschen Meister-schaften, davon 35 Deutsche-Meister-Titel, eine einmalige Bilanz. Die Abteilungen Volleyball (2004), Fußball (2005) und Rhönrad Turnen (2011) wurden aus finanziellen und sportlichen Gründen anderen Sportvereinen zugeordnet.

Eine lebendige, demokratische Gesellschaft braucht auch Sportler, die bereit sind, für die Ge-sellschaft Verantwortung zu übernehmen. Mit Fug und Recht können wir sagen, wenn es um den Sport ging, auf die Stahl Mitglieder war immer Verlass. Ausgehend von der sportpolitischen Verantwortung, sozial handeln und betriebswirtschaftlich führen,waren bisher all die Vorstände der SG Stahl bemüht, den Breiten- und Freizeitsport mit bestmöglichen Erfolgen zu organisieren. Der Vorstand hat die Finanzen in all den Jahren treuhänderisch verwaltet, insbesondere Kassenführung, wirtschaftliche Mittelverwendung, sachlich richtige Erfassung der Ausgaben und Übereinstimmung mit dem Haushaltsplan. Da waren unsere Finanzleute Klaus Demski, Andrea Marquardt, Norbert Sibora und Rolf Götze, verantwortungsbewusst tätig.

8 Jahre unter Schirmherrschaft des DTSB der DDR, 22 Jahre unter der Schirmherrschaft des DOSB der BRD, ein aufregender, interessanter Zeitabschnitt, der nur mit solchen Mitstreitern wie Klaus Skalla, Norbert Sibora, Harald Schweiger, Ingbert Keller, Günter Riecke, Werner Fieker, Horst Schneider, Werner Woithe, Lothar Wenzlaff, Petra Richter, Fritz Stropp, Rainer Kleemann, Werner Duckstein, Frank Siegemund, den beiden ehemaligen Geschäftsführern, der Olympiasiegerin im Weitsprung Angela Voigt (Schmahlfeld) und Rolf Schlüter, den unermüdlich handelnden Funktionären in den Abteilun-gen und Freizeitsportgruppen. gemeistert werden konnte.

Dank gilt auch dem Fachbereich Schule und Sport unserer Landeshauptstadt Magdeburg, dem Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement der Landeshauptstadt, dem Stadtsport-bund Magdeburg und dem Landessportbund Sachsen-Anhalt sowie den Ratsmitgliedern im Stadtrat sowie der Magdeburger Hafen GmbH für die allumfassende Hilfe und Unterstützung nach der politischen Wende bis heute.

Fakt ist, die SG Stahl war in einem kurzen Zeitabschnitt bestens im „Vereinten Deutschland“ angekommen. Eine Erkenntnis war aber auch “Wer nicht kämpft, der hat schon verloren“. Ein Dank den Sponsoren, ohne ihre finanzielle Unterstützung wäre manches nicht möglich gewesen.

Mit den arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen, von ABM bis Bürgerarbeit, wurden helfende Projekte zur Unterstützung des Breiten- und Freizeitsports, insbesondere bei der eigenverantwortlichen komplexen Verwaltung und Bewirtschaftung unseres Vereins- und Kegelobjektes, geschaffen. Helfend dabei, vor allem eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit der AQB Magdeburg, (Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung mbH) Dank gilt auch den Familienangehörigen unserer Mitglieder, für das Verständnis, wenn insbesondere die Wettkampfsportler an den Wochenenden auf Reisen waren.

Dank unserer verantwortungsbewussten Führungs- und Leitungstätigkeit, das Vorhandensein bestmöglicher Voraussetzungen in Durchführung des Trainings-, Wettkampf- und Übungsbe-triebes, kann mit Fug und Recht gesagt werden, unsere 394 Mitglieder in den Abteilungen Badminton, Kegeln und Tischtennis, in den 17 Freizeitsportgruppen Kegeln und 7 Allgemeinen Freizeitsportgruppen können erfolgreich die Gegenwart gestalten und mit Optimismus in die Zukunft blicken.

Die Worte GutsMuths, die er vor über 150 Jahre, seinen Zeitgenossen mit auf dem Weg gab

„Nicht wurzeln, wo wir stehen, nein weiter schreiten“

werden auch weiterhin Richtschnur unserer Sportarbeit sein.

Und zum Schluss auch noch Gedanken für die Gegenwart und Zukunft. Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende. In Krisenzeiten ist kein Platz mehr für Egoisten. Gefragt ist ein neues Wir – Gefühl, mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit zwischen den Sportvereinen. In Zeiten knapper werdender Ressourcen, zum Beispiel durch den Rückgang öffentlicher Mittel, sind wir alle wieder mehr auf das - Gemeinsame – angewiesen. Die Vernetzung zwischen Sportvereine eröffnet dabei vielfältige Chancen. In der Vernetzung mit ausgewählten Vereinen stecken Reserven, die wir noch stärker beachten und nutzen sollten.

Mit den besten Wünschen, auf ein erfolgreiches Sportjahr im Zeitraum September 2012 bis August 2013.

Hartmut Wolfskaempf
1. Vorsitzender